Beschäftigt man sich mit der Frage, ob für einen Selbst Aktien als Geldanlage in Frage kommen, muss man zunächst die zu Grunde liegende Frage klären, was eine Aktie überhaupt ist. Diese Definition wird im deutschen Aktiengesetz gegeben. Zunächst einmal ist eine Aktie ein Wertpapier, das den Besitzer als Anteilseigner an einer Gesellschaft ausweist. Jede Aktie hat einen bestimmten Nennwert. Dieser Nennwert bezeichnet die Höhe der Beteiligung des Aktieninhabers am Grundkapital der ausgewiesenen Gesellschaft.
Da der Besitzer der Aktie an der jeweiligen Gesellschaft beteiligt ist, genießt er eine Reihe von Rechten. Zu diesen gehören laut Aktiengesetz unter anderen folgende zentrale Punkte: Zum einen ist dies das Recht auf einen Anteil am Bilanzgewinn der Gesellschaft und zum anderen ist es das Recht, an der Hauptversammlung teilzunehmen, dort im Falle des Falles vorzusprechen und über wichtige Fragen, die das Unternehmen anbelangen, abzustimmen. Der Vorstand ist zudem verpflichtet, den Aktionären Auskunft in den für sie zentralen Bereichen zu geben.
Aktiengesellschaft und Kapitalerhöhung
Aktien werden dann von Unternehmen herausgegeben, wenn eine Aktiengesellschaft neugegründet oder das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt wurde oder wenn ein Unternehmen eine Kapitalerhöhung erreichen will. Den Prozess der Aktienausgabe nennt man in Fachkreisen auch Aktienemission.
Es gibt eine Vielzahl von unterschiedlichen Aktienarten. Dazu zählen unter anderem: Volksaktien, Inhaberaktien, Namensaktien, Vorzugsaktien, Stückaktien, etc. Kriterien zur Klassifikation sind dabei unter anderem die Art und Weise, wie das Grundkapital aufgeteilt wird, die Eigentumsübertragung, Erwerberkreis sowie Umfang der Rechte, die mit dem Eigentum an einer Aktie verbunden sind. Diese Klassifikationskriterien können sich dabei überschneiden.
Bei der Entscheidung, welche Aktie nun die richtige ist – und von der somit im Idealfall eine hohe Rendite erwartet werden kann –, muss eine genaue Aktienanalyse durchgeführt werden. Zu berücksichtigende Kennzahlen sind dabei besonders das Kurs-Gewinn-Verhältnis und die Dividendenrendite. Dies sind allerdings nicht die einzigen Faktoren, die berücksichtigt werden sollten. Eine Aktie zu bewerten ist unter Umständen ein kompliziertes Unterfangen, welches sehr viel Wissen und auch Erfahrung von dem potenziellen Aktionär abverlangt.
Oktober 25th, 2010
Redaktion
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