Festgeldkonto: Vergleich der Zinsen

Festgeldkonten unterscheiden sich in mehrfacher Hinsicht von Tagesgeldkonten: Hier wird 1. im Gegensatz zu den Tagesgeldkonten im vorhinein ein bestimmter Zeitraum festgelegt, für den das angelegte Geld bei der Bank verweilen soll und für den Kontoinhaber nicht verfügbar ist; 2. wird ebenfalls im vorhinein ein Zinssatz, mit dem die Geldeinlage zu verzinsen ist, bestimmt bzw. von der Bank angeboten.

Es wird sofort erkennbar, dass diese Form der Geldeinlage aufgrund ihres erheblichen Liquiditätsdefizits andere Vorteile haben muss: Hier schlägt die Waagschale zugunsten höherer Zinsen im Vergleich zum Tagesgeldkonto aus. Wer es sich dementsprechend erlauben kann, für eine längere Laufzeit – angefangen von drei Monaten bis hinzu mehreren Jahren – Geld anzulegen, profitiert hierbei von den höheren Zinsen. Auf der anderen Seite profitiert die Bank davon, dass sie genau weiß, wie lange sie mit dem angelegten Geld arbeiten kann. Erst so werden die höheren Zinsen für den Kunden ermöglicht.

Vorteile Festgeldkonto gegenüber Tagesgeldkonto

Ein weiterer Vorteil bei Festgeldkonten ist, dass man im Gegensatz zum Tagesgeld, bei dem der Zinssatz schwanken kann, und auch im Gegensatz zu spekulativen Geldanlagen, von vornherein genau weiß, mit welcher Rendite zu rechnen ist. Diese genaue Kalkulation erlaubt es, die Rendite für spätere Zwecke einzuplanen.

Will man ein Festgeldkonto eröffnen wird man feststellen, dass dieses ausnahmslos erst ab bestimmten Summen möglich ist: Zumeist müssen direkt mindestens 2.500 Euro angelegt werden. Diese Mindesteinlage macht diese Form der Geldanlage für Banken erst rentabel.

Tritt der Fall ein, dass der Kontoinhaber vor Ablauf der vereinbarten Laufzeit an sein Geld gelangen will bzw. muss, ist dieses zwar möglich; der Kontoinhaber muss dann allerdings zumeist auf die veranschlagten Zinsen verzichten.

Sowie auch das Tagesgeldkonto ist das Festgeldkonto eine risikoarme Art der Geldanlage. Wie alle anderen Spareinlagen bei Banken wird auch das Festgeld durch die gesetzlichen Sicherheitsbestimmungen, welche die Banken erfüllen müssen, hoch abgesichert.

Wer sich zwischen einem Tagesgeld- und einem Festgeldkonto entscheiden muss, sollte in erster Linie abschätzen wie wahrscheinlich es ist, dass ihm das eingelegte Geld plötzlich doch für andere Ausgaben zur Verfügung stehen muss. Ist dieses nicht genau abzuschätzen bzw. ist es absehbar, dass ein solcher Fall eintreten könnte, ist es ratsamer ein Tagesgeldkonto zu eröffnen, bei dem die tagtägliche Liquidität gewährleistet bleibt.

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