Der wohl bekannteste Vertreter des Sparbriefes ist der sogenannte Sparkassenbrief, welcher – wie der Name schon sagt – von den Sparkassen als Form der Geldanlage angeboten wird.
Versteht man sonst häufig unter dem Begriff Sparbrief auch festverzinsliche Wertpapiere, wie etwa Bundesschatzbriefe, ist hier eine Besonderheit gegeben: Betrachtet man die Eigenschaften des Sparkassenbriefs, steht dieser in einer Mittelposition zwischen festverzinsliche Wertpapier und einer Spareinlage. Die Ähnlichkeit zum festverzinslichem Wertpapier ergibt sich daraus, dass während der gesamten Laufzeit – ein bis zehn Jahre – ein zuvor festgelegter Zinssatz für diese Spareinlage geleistet wird.
Anders als beim Festgeld wird die Sparanlage allerdings nicht auf ein gesondertes Konto übermittelt, sondern der Eigentümer bekommt eine auf seinen Namen ausgestellte Schuldverschreibung ausgestellt.
Vorteile des Sparkassenbriefes
Vorteile eines Sparkassenbriefes ist die relativ hohe und feste Verzinsung sowie die Unabhängigkeit von Kursrisiken. Die zuvor genau kalkulierbaren Zinszahlungen erfolgen je nach Wahl entweder für jedes Abrechnungsjahr am 30.12. oder aber beim abgezinsten Sparkassenbrief in einer Summe am Ende der Laufzeit. Auch kann als positiv vermerkt werden, dass Sparkassenbriefe schon ab geringen Mindestanlagesummen erworben werde können. Andererseits ist eine geringe Liquidität gegeben, da in der Regel Sparkassenbriefe vor Ablauf der vereinbarten Zeit nicht von den Sparkassen zurückgenommen werden. Besteht ein akuter Bedarf auf Kapital, kann ein Sparkassenbrief allerdings beliehe werden.
Oktober 26th, 2010
Redaktion
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