Durch die in Deutschland herrschende Bestattungspflicht sind die Hinterbliebenen häufig mit hohen finanziellen Aufwendungen konfrontiert, wenn ein Angehöriger verstirbt. Die gesetzliche Krankenkasse ist aufgrund von gesetzlichen Änderungen schon seit längerem nicht mehr für die Übernahme des Sterbegeldes verantwortlich.
Will man die Belastung von Angehörigen noch zu Lebzeiten verhindern oder hat man keine Angehörigen, die sich im Falle des eigenen Todes um eine angemessene Beerdigung kümmern können, empfiehlt sich eine Sterbegeldversicherung. Schließlich sind die Kosten auch für eine einfache Bestattung nicht gering.
Die Versicherungssumme ist bei Sterbegeldversicherungen im Vergleich zu anderen Formen der Lebensversicherung zumeist gering, da sie nur ausgerichtet ist auf den Betrag, der für Beerdigung und die damit in Verbindung stehenden Kosten entsteht. Sie wird zumeist von den Krankenversicherungen in Zusammenarbeit mit Lebensversicherungsunternehmen als Zusatzversicherung angeboten.
Sterbegeldversicherung ohne Gesundheitsfragen
Viele Anbieter werben mit einer Aufnahme in die Sterbegeldversicherung ohne Gesundheitsfragen. Aufgenommen werden je nach Versicherung auch ältere Menschen bis zu einem Lebensalter von 80 Jahren. Dabei richtet sich der monatliche Beitrag zumeist nach dem Alter des Versicherten. Frauen können auf Grund ihrer höheren Lebenserwartung mit niedrigeren monatlichen Sätzen rechnen als Männer.
Wie sinnvoll der Abschluss einer Sterbegeldversicherung ist, muss im Einzelfall entschieden werden. Steht genügend angespartes Kapital zur Verfügung, ist dieses wohl weniger sinnvoll als im Falle einer geringen Liquidität.

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