Auf einem Tagesgeldkonto werden im Allgemeinen unterschiedlich hohe Beträge von den Bankkunden angelegt. Das Besondere bei Tagesgeldkonten ist dabei, dass das Geld jeden Tag verfügbar ist, also von dem Kontoinhaber abgehoben werden kann.
Die Liquidität ist somit gewährleistet und der Kontoinhaber läuft nicht Gefahr, im Notfall nicht an sein Geld heranzukommen. Zudem gibt es bei Tagesgeldkonten keine von vornherein festvereinbarte Laufzeit. Es kann somit zu jedem beliebigen Zeitpunkt gekündigt werden.
Tagesgeldkonten sind allerdings keine Konten, auf denen Zahlungsverkehr sowie Aus- und Einzahlungen verbucht werden können. Will man etwas von seinem Tagesgeldkonto abheben ist daher zumeist ein Referenzkonto – etwa das eigene Girokonto – von Nöten. Auf dieses wird der gewünschte Betrag vom Tagesgeldkonto überwiesen und steht erst dann zur Bargeldabhebung zur Verfügung.
Zinsen beim Tagesgeldkonto
Die Zinsen, die ein Tagesgeldkonto erbringen kann, variieren je nach der Höhe der Geldeinlage sowie nach den aktuellen Marktverhältnissen. Sie werden bei der Eröffnung eines Tagesgeldkontos nicht festgeschrieben, sodass sie während der Kontolaufzeit mehrmals schwanken können. Durchschnittlich wird eine ca. 2 bis 4prozentige Verzinsung erreicht, welches zwar mehr ist als das, was auf einem Girokonto oder einem Sparkonto erreicht werden kann, allerdings verglichen mit renditeorientierten Geldanlagen, immer noch auf einem geringen Niveau verbleibt.
Teilweise locken unterschiedliche Banken mit scheinbar besonders attraktiven Angeboten im Tagesgeldbereich – z.B. mit einer Verzinsung von 5% und mehr – gezielt Kunden an. Zu beachten ist dabei allerdings, dass diese hohe Verzinsung zumeist nur für einen kleinen Zeitraum gilt und danach schlechtere Konditionen auf der Tagesordnung stehen. Dies ist der Grund dafür, dass viele Kunden, die sich für die Geldanlage auf Tagesgeldkoten entschieden haben, häufig die Banken wechseln, um als Neukunden einer anderen Bank von höheren Zinsen profitieren zu können.
Tagesgeldkonto für Anleger
Eine besondere Klientel, die auch häufig auf Tagesgeldkonten zurückgreift, stellen Anleger dar, die ansonsten häufig spekulative Geldanlagen durchführen. So nutzen sie z.B. Tagesgeldkonten um das Kapital, welches gerade nicht für den Aktienhandel oder sonstiges benötigt wird, dort für einen kurzen Zeitraum zu parken. Dahinter steckt ein ausgesprochen wirtschaftliches Denken: Auch wenn es nur ein paar Tage sind, werden dabei höhere Zinsen erreicht.
Girokonto und Tagesgeldkonto können – auch wenn letztere auch von Profis genutzt werden – als die beiden Bestandteile der Basis für das private Finanzleben betrachtet werden. Sie sind die Grundausstattung und gewährleisten Flexibilität.
Zusammenfassend kann dabei gesagt werden, dass der Vorteil eines Tagesgeldkontos in der vorhandenen Liquidität – daher oft auch die Bezeichnung Liquiditätskonto – und der Nachteil in einer relativ geringen Verzinsung besteht.
November 2nd, 2010
Redaktion
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