Stehen nicht ausreichend liquide Mittel zur Verfügung, kann ein Unternehmen oder ein Kreditinstitut verschiedene Wege gehen, diese zu erlangen und somit einen Beitrag zur Finanzierung anderer Bereiche zu leisten. Eine relativ junge Möglichkeit – erst seit den 90er Jahren gängig – stellt dabei die Verbriefung dar.
Mittels einer Verbriefung werden aus bestehenden Forderungen, die ein Unternehmen oder ein Kreditinstitut gegenüber anderen Vertragspartnern hat, Wertpapiere erzeugt. Diese Wertpapiere werden auch Asset Backed Securities (kurz ASB) genannt. Die Käufer dieser Asset Backed Securities gehen dabei dann das bestehende Kreditrisiko ein, welches zuvor das Unternehmen bzw. das Kreditinstitut trug.
Kapitalmarktprodukt der Kreditverbriefung
Das Kapitalmarktprodukt der Kreditverbriefung kann unterschiedliche Vorteile haben. Dazu gehört, dass sich die unerwarteten Risiken, die bei jeder Forderung bestehen, auf mehrere Akteure verteilen lassen. Würden sich unerwartete Risiken erfüllen und alleinig ein Unternehmen treffen, könnte dieses extreme Folgen bis hin zur Insolvenz haben. Unternehmen und Kreditinstitute profitieren durch die Verbriefung also in einer doppelten Weise: Sie gewinnen an Eigenkapital, welches wiederum investiert werden kann und sie minimieren die Risiken, die sich durch offene Forderungen ergeben können.
Nachteilig kann sich auswirken, dass das Verfahren der Verbriefung komplex ist und somit auch nicht gerade geringe Kosten verursacht. Zudem verzichtet das Unternehmen durch den Verkauf seiner Forderungen natürlich auch auf die Zinsen, die mit dieser verbunden waren.
November 2nd, 2010
Redaktion
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